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Samstag, 1. Juni 2013

Hochkultur mit Elmi (Zwo): Hedwig and the Angry Inch

Hallo Freunde,

der Elminator hatte mal wieder Glück im Glück: Ich habe bei Sheila Wulff ...äh...Wolf zwo Freikarten für "Hedwig" gewonnen (Vielen Dank noch einmal an dieser Stelle!) und wie's der Zufall so wollte, hatten einige Freunde von mir ebenfalls Karten. Und obwohl ich Musicals u.ä. eigentlich total überhaupt nicht mag, hatte ich irgendwie schon gewittert, daß es ein sehr lustiger Abend werden könnte. Lag vermutlich am Gewitter - Kicher.
Außerdem war es mal wieder Zeit für ein wenig Hochkultur. Und ebenfalls außerdem hatte mich der Wikipedia-Artikel neugierig gemacht. Und schlimmer als die Rocky-Horror-Show konnte es schießlich auch nicht werden, oder?
Also machte ich mich auf zum Admiralspalast, wo ich mich bald in der wohnzimmerartigen Gemütlichkeit des Klubs wiederfand.



Hier seht Ihr mich bei meinem ersten Jim Tonic ;)

Als das überaus sympathische Publikum endlich da war, konnte ich es mir dann gemütlich machen und die Show geniessen.


Und ab ging die Post - und wie!!!!
So etwas hatte ich noch nie gesehen und ich kann kaum in Worte fassen, was alles passiert ist, aber wenn diese Transe


diesen armen, älteren Herren vor mir "erklimmt" 



und ihm, unter dem johlenden Beifall seiner Begleiterin, mit ihrem Schritt durch's Gesicht hobelt, dann ist wohl klar, wohin die Reise geht. Da bleibt kein Auge trocken - und auch niemand in den ersten Reihen.... (Der Herr sollte noch einer der Running-Gags des Abends werden). 




Und so folgte ein "Comedygewitter" (wobei Comedy eigentlich nicht das richtige Wort ist) der ganz besonderen Art, bevor es mit der eigentlichen Story losging.
Genial auch, wie "Hedwig" kleine Pannen (kann ja mal passieren, bei einer Preview) so mit eingebaut hat, daß es so rüberkam, als ob es Absicht wäre! So souverän löst das nicht jeder. 
Nach kurzen Startschwierigkeiten fand die Band schnell ihren Sound und musikalisch kam das ganze glücklicherweise ohne das übliche Musical-Geseiere aus und stellenweise hat es sogar richtig ge-punk-rockt! Alle Achtung!

Irgendwann kam dann die Pause und ich war erstaunt, wieviel Zeit schon vergangen war, ohne daß ich es gemerkt hätte - so gut hatte ich mich amüsiert. 
Jetzt brauchte ich erst einmal einen weiteren Drink - auch wenn Lena nicht damit einverstanden war.
"Ich glaube wir haben langsam genug, junger Mann!"
In der zweiten Hälfte ging es dann überwiegend ruhiger und nachdenklicher zur Sache.


Aber das muß wohl so, damit man zum Schluß noch mal so richtig auf die Kacke hauen kann. 
Und obwohl alle Ihr Bestes gegeben hatten und völlig fertig waren, gab es noch eine grandiose Zugabe unter den Begeisterungsstürmen des Publikums. 
Die Band und die Darsteller waren wirklich ganz prima, genauso wie das Publikum. So kommt Stimmung auf. 

Fazit: Tolles Ambiente, super Darsteller und eine Show, wie ich sie noch nie gesehen habe! Das darf man sich nicht entgehen lassen! 

Viel Spaß bei und mit Hedwig!

Ein Trashical der Extraklasse


Mittwoch, 15. April 2009

Neulich bei Madame Tussaud…

In einem Raum hängt ein Schild, auf dem darum gebeten wird, sich aus Respekt vor den Opfern nicht mit Hitler fotografieren zu lassen. Eine Mutter erklärt ihren zwei Töchtern warum und zeigt Ihnen dann „Hitlers“ Wachsfigur. (Hier im Bild neben einem pietätlosen Spaßvogel zu sehen).



Tja, was soll man dazu sagen? Und so jemand darf "erziehen"! Hitler steht übrigens einen Raum weiter...


Ein anderer Herr hingegen zitierte beim Anblick des Führerbunkers ganz unverblümt Jopi Heesters…

Dienstag, 23. Dezember 2008

Samstag, 30. August 2008

Kaiser-Mania und ich mittendrin

Zufälligerweise traf es sich, daß Annes Lieblingssänger – der Roland, der Kaiser, der Roland Kaiser - an ihrem Geburtstag im IFA Sommergarten auftrat und man deshalb mit der Konzertkarte auch eine Eintrittskarte dafür zum absoluten Schnäppchenpreis von nur 29€ bekam. (Rechnet man 14€ für den IFA-Eintritt hat der Konzertkartenpreis ja fast schon Ärzte-Niveau. Das sollen andere erst einmal nachmachen!)



Es war ein herrlich sonniger, aber nicht zu warmer Tag und so versprach es, ein ebenso netter Abend zu werden. Nach meinem persönlichen Highlight, nämlich einem Besuch meines besten Kumpels Erik und seiner Eltern, ging es dann ab mit der S-Bahn.
„Passengers travelling to Zoodkroitz change here for the circle line! “, hieß es dann, und obwohl wir nicht nach Südkreuz wollten, wechselten wir in Schöneberg dann dennoch den Zug in Richtung Messe. Der Einlaß erfolgte ziemlich flott, und so hatten wir die Chance in die zweite Reihe zu kommen. Das Warten verging dann auch wie im Flug, weil wir einfach das illustre Publikum analysierten. Es waren einige Manuelas darunter, Leute wie unsere Nachbarn, die typischen Hitparadenzuschauer, ZDF-Fernsehgartenstatisten, drei Knaben von der Abteilung „Thermostat nach ganz links“, und…: Lesben???? Was zur Höllen machen Lesben auf einem Roland Kaiser Konzert???? Die hätte ich eher bei Motörhead, als bei Schlagern erwartet! Was war los? Termin verwechselt, Mädels? Naja, anyway, l’important est qu’on a du fun, und dem Elm-man sind ohnehin alle Menschen gleichermaßen willkommen, Hauptsache, sie sind nett! Weiter ging’s mit meinen Beobachtungen.



In der ersten Reihe natürlich die Hardcore-Fans, die man u.a. an den „R“-Tätowierungen, Buttons, Pins und vor allem an den Insidergesprächen erkennen konnte.



Eine Dame schwärmte dann von einem vorigen Konzert, wo Roland Kaiser sich auf der Bühne positionierte, die Hand in die Hüfte stemmte und sein Jackett dann den Blich auf seine Lenden freigab. Die Dame schien sich von diesem Move offensichtlich persönlich angesprochen gefühlt zu haben.
Dann legte Herr Kaiser auch schon los. Leider war mir das Lied völlig unbekannt, aber ich schunkelte dennoch gleich mit.



Danach widmete sich Herr Kaiser gleich den aktuellsten Gerüchten aus der Klatschpresse, die mir ebenfalls unbekannt waren, aber sie hatten wohl irgendwie mit seiner Lungenerkrankung zu tun. Auf die rhetorische Frage der Regenbogenpresse: „Wann tritt er denn endlich ab?“, konterte er geschickt mit der Aussage, von der Bühne holen können ihn nur der liebe Gott oder seine Fans.
Eines muß ich ja mal sagen: Roland Kaiser wirkte nicht nur sehr sympathisch, er ist auch ein sehr höflicher Mensch. Er siezt seine Fans nämlich. Davon könnte IKEA sich ruhig mal eine Scheibe abschneiden!!! Verzeihung, davon könntest DU, IKEA, DIR mal eine Scheibe abschneiden. Hihihi.



Durch die kleine Ansprache war die Stimmung natürlich schon dermaßen angeheizt, daß es gleich weitergehen konnte. Ich möchte Euch einige Kostproben nicht vorenthalten:






Und dann kam der absolute Höhepunkt: Es dürfte Roland Kaisers bekanntestes Lied sein, vielleicht sogar sein größter Hit und seine Fans waren so begeistert, daß sie ihn gar nicht „aussingen“ ließen:



Was für eine Stimmung…


Wie sollte sich das jetzt noch toppen lassen?

Ganz einfach, indem er „Joanna“ brachte und vorher ausdrücklich dazu aufforderte NICHT „du geile Sau“ zu brüllen. Das führte natürlich unweigerlich dazu, daß der Pulk überkochte und von allen Seiten „du geile Sau“ und „du Luder“ Chöre schallten! Ein aufgeblasener, arroganter Schnösel, wie Howie „Ich möchte Howard genannt werden“ Carpendale wäre ausgeflippt, aber ein Roland Kaiser hat schließlich genug Humor und Sinn für Ironie, auch seinen Spaß daran zu haben.



Nachdem uns die Band ausführlich vorgestellt wurde und er sich bei jedem einzelnen und auch bei den Fans gebührend bedankt hatte, gab es noch eine Zugabe, die sich gewaschen hatte. Endlich betrat er den kleinen Laufsteg und ging zu den Fans. Hier hatte ich noch einmal Gelegenheit seine großartigen Gesten und seine Mimik zu studieren. Und dann geschah es tatsächlich: Er brachte die Lendennummer!




Mehr ging nun wirklich nicht!



Und so ging ein sehr nettes und unterhaltsames Konzert zu Ende und ich machte mich so langsam auf den Heimweg. Ich ließ den Abend noch einmal Revue passieren und muß sagen, ich habe selten mit so angenehmen Menschen vor einer Bühne gestanden wie heute abend!
Und ich habe selten so eine geniale Liedstrophe gehört wie die folgende: „Er roch nach Sonne, Wein und Gel…“ Einfach grandios!


Des Kaisers Autogramm bekommt einen Ehrenplatz!



Auf dem Rückweg in der S-Bahn hatte ich dann ein paar sehr sympathische (und leeeeiiiicht beschwipste) Mitreisende, die auf dem Weg nach Teltow waren. Sie machten sich Sorgen, den letzten Bus zu verpassen. Ich hoffe, Ihr habt es noch geschafft!


Gruselig wurde es dann, nachdem wir umgestiegen waren. Eine junge Frau mit alternativem Kopftuch und verklärtem Blich (verliebt? Psychose? Drogen?) bestieg unser Abteil. Und auch wenn ich jetzt wie Chief Wiggum klinge, sie trug Socken!


…aber keine Schuhe. Sie wandelte dann elegisch durch das Abteil hin und her und blieb dann vor einem Fenster stehen, in dem sie ihr Spiegelbild entdeckte. Zuerst nestelte sie etwas an ihrem Kopftuch herum und begann dann, ihr Hemd auszuziehen. Gerade, als wir gerade alle Angst hatten, sie würde sich komplett entkleiden, streifte sie sich dann zum Glück nur ein anderes Hemd über. Trotzdem, gut, daß wir aussteigen „mußten“. Gruselig war’s dann doch.


Soviel zu diesem erfolgreichen Abend.
Was am Tag darauf geschehen sollte, der noch viel erfolgreicher verlief, wer der (noch streng geheime) Nachfolger von Günter Netzer in der ARD sein wird und wie ich eine Zeitreise unternehme erfahrt ihr im nächsten Blog. Vielleicht schon morgen.


Gute Nacht.

Montag, 16. Juni 2008

Elmis EM-Tagebuch - Neunter Tag

…entfällt heute wegen Besuches einer kulturellen Veranstaltung.


„Ja, wie, was…ist der denn wahnsinnig geworden?“, werdet Ihr jetzt denken, aber seydt (hihi – ausgetrickst) unbesorgt, ich mache das nur aus beruflichen Gründen. Naja, auch aus Spaß, aber wenn es nicht diesen kollegialen Gruppenzwang gegeben hätte, dreimal dürft Ihr raten, wo Ihr mich angetroffen hättet: Genau! Vor der Glotze. (Auch wenn heute eh nur ein Spiel drin gewesen wäre.)


Naja, was soll’s, ich mußte hin: Ab in die Waldbühne – auf zum Atom!


Vorher hatte ich mir sicherheitshalber von Boris ein Headset besorgt, damit ich das Spiel parallel im Radio verfolgen konnte und ihn außerdem instruiert, mich per SMS über die Tore zu informieren – für alle Fälle. Schließlich war er alleine mit Erik zu Hause und konnte sich ganz auf Fußball konzentrieren, da ich Stefi die Eintrittskarte von Tante Ameise, die leider krank war, gegeben hatte.


Nach einer ewig langen Vorbereitungszeit kam so langsam Leben in die Bude.
Als dann die Verpflegungstüten ordentlich aufgereiht waren, konnte ich meine Neugier nicht mehr unter Kontrolle halten und wagte einen Blick in die Tüte. Mal sehen, was der Brandenburger Hof so für 33€ alles Schönes gezaubert hatte.


Schnupper, schnupper.



Hm, also, ich will ja nicht maulen, aber das…also ich meine DAS???



Ich war sprachlos! Wenn ich es nicht mit eigenen Augen gesehen hätte, könnte man meinen, das wäre direkt von worstairlinemeals.com runtergeladen!


Zum Glück gab es zur Ablenkung Musike!


Die Berliner Philharmoniker luden zum Abschluß der Spielzeit zur lateinamerikanischen Nacht mit Gustavo Dudamel , der durch „El Sistema“ bekannt geworden ist und mit Ana María Martínez.


Die Musik war eine sehr gelungene Auswahl aus den Werken zweier bekannterer südamerikanischer Komponisten (de Falla & Villa-Lobos) und einiger unbekannterer (Chávez, Revueltas, Ginastera und Márquez): modernere, aber dennoch sehr hörbare und hörenswerte Kompositionen.


Ich habe sogar einen Ohrwurm davongetragen: Die Danzas aus Estancia op. 8a von Alberto Ginastera!


Die Atmosphäre in der Waldbühne war auch wieder einmal toll. Musik und Vögelgezwitscher und die beleuchteten Bäume nach Sonnenuntergang.



Nachdem das Konzert dann mit den Klängen der „Berliner Luft“ zu Ende gegangen war, erfuhr ich dann das Unglaubliche, ja das schier Unmögliche: Den Türken gelang es tatsächlich kurz vor Schluß noch das 0:2 gegen die Tschechen in ein 3:2 umzuwandeln! Was ist denn da passiert?


Und dann noch das: Portugal unterlieg mit 0:2 gegen die Schweiz!
Na gut, Scolari brachte die „nur“ die zweite Garde auf, weil die Portugiesen nichts zu verlieren hatten, aber dennoch, wenigstens ein Tor hätte ja wohl drin sein müssen.


Fazit: Man kann leider nicht an zwei Orten gleichzeitig sein, und an dreien schon gar nicht!

Sonntag, 20. April 2008

Ich bin der Checker...






Helge und Udo...was für ein Dreamteam, ich will mehr davon!



Donnerstag, 14. Februar 2008

Akopalüze Nau - I break together! Really!

Na gut, ich habe mich nun lange genug davor gedrückt, über DAS große Ereignis zu schreiben, denn gut Ding will schließlich Weile haben, aber was lange währt, wird endlich gut…oder zumindest fertig!


Der Tag fing erstmal mit einem verdammt früh klingelnden Wecker an (und das nachdem wir lange bei Marcus getratscht hatten – Gruß an Patrick an dieser Stelle), damit wir auch ja rechtzeitig um 8.30 Uhr in Potsdam Babelsberg beim Gastronomie-Verleih vorstellig würden, um die bestellten Gläser und Tischdecken abzuholen. Danach ging’s ab ins Kopierwerk, um die letzten Vorbereitungen für den sonntäglichen Event zu treffen. Dort angekommen deckten wir dann leider noch den Super-GAU auf: Die Sektgläser vom Getränkeservice waren eine absolute Katastrophe: ein bunt zusammengewürfeltes aus Ikea/Baumarktware vermischt mit einigen 70er Jahre DDR-Retrogläsern mit Zierschliff (eigentlich ganz cool, aber nicht für diese spezielle Veranstaltung!). Aber der echte Absturz waren die gelben, geleeartigen Dreckflecken...


„Was nun?“, sprach das Huhn und sprang auf den Grill.


Also mußten wir die Damen vom Gastro-Verleih noch einmal alarmieren. Zum Glück lief das alles ganz unbürokratisch.
Als dann alles so weit vorbereitet war, machten wir uns auf den Weg zurück nach Hause, um uns freiwillig zum Matratzenhorchdienst zu melden. Unterwegs gab es noch einen perversen Big Rösti für den Hunger zwischendurch, der noch zusätzlich eine gewisse Verdauungsmüdigkeit lieferte.


Und eh ich’s mich versah, war’s schon „Sechse“, wie der Sachse sagen würde.
Gut, daß ich mir den Wecker gestellt hatte, denn es stand ja das große Ereignis bevor, für das ich schon seit einem Jahr Karten hatte: HELGE SCHNEIDER!!!



Die Plätze waren in der ersten Reihe, genau in der Mitte, damit nicht wieder das gleiche passiert, wie ein Jahr zuvor, nämlich, daß mir drei betont-witzige und daher vollkommen unwitzige, nervöse Grobmotoriker die ganze Zeit die Sicht versperren und zwar dergestalt, daß sie ständig die Position wechselten, sodaß ich auch ständig dazu gezwungen war, meine zu wechseln. WÜTEND!!!


Doch bevor die ganze Chose schließlich losging, mußten wir uns noch etwas gedulden. Zum Glück fiel die Wartezeit nicht allzu langweilig aus, da wir zwei nette Menschen trafen, mit denen wir hier und heute überhaupt nicht gerechnet hätten. (Eigentlich vier nette Menschen, hatten sie doch ihre Freunde dabei.) Während wir so plauderten, entdeckte Rudi dann den Superdrummer: Pete York. Er wirkte sehr unscheinbar so zwischen den Besuchermassen und mir fiel gleich wieder die Episode aus dem Schillertheater vor ca. zwei Jahren ein, als die Zuschauer nach der Show bei ihm ihre Pfandflaschen zurückgeben wollten, weil sie ihn nicht erkannten. Ich nutzte natürlich gleich die Gelegenheit um kurz mit ihm zu plaudern und ihm ein Foto abzuschwatzen.



Ein sehr netter Herr!


Endlich rief uns die Bimmel hinein!


Von nun an verbrachte ich die ganze Zeit eigentlich nur noch mit Lachen.
Es war eine Tour de Force der guten Laune:


die Trompeten von Mexiko,



die Nummer mit dem gebogenen Sopransaxophon (oder war’s ein Sopraninosaxophon?),



die eindrucksvolle Gymnastikclownerie eines Sergej Gleithman,



ein unsichtbarer Udo Lindenberg



und vor allem meine Lieblingsnummer: Das Tubasolo von Rudi Olbrich – nur um einige der vielen Highlights zu nennen.




Einziger Vermouthstropfen: das Currywurstlied hat gefehlt. Schade!


Leider war dann alles doch wieder viel zu schnell vorbei…Moment mal! Helge hat ja tatsächlich fast bis 23 Uhr gespielt!!! Value for money! Während der Pause hatte Anne schon mal mit Helges Manager die Eventualitäten eines eventuellen gemeinsamen Fotos geklärt. Dieser kam dann nach der Show aus der Garderobe, um uns mitzuteilen, daß Helge erst einmal verschnaufen müsse. Na gut, warteten wir halt noch ein wenig. (Wir waren übrigens die einzigen drei – zwei Menschen & ein Löwe – die das Taten. Die anderen Besucher trauten sich offensichtlich nicht. Also warteten wir und warteten.


Und warteten.



Und warteten.


Und dann endlich: Stimmen aus der Umkleide! Sandro Gianpetro! Auch nicht schlecht, aber leider war er gerade am Handy so in ein Gespräch vertieft, daß ich mich nicht getraut habe, ihn um ein Autogramm zu bitten.


Stunden später…


Und dann endlich: Stimmen aus der Umkleide! Diesmal aber wirklich.
Nach irgendwelchem Gemurmel („Da sind immer noch welche“…) kam Helge endlich doch raus. Und hier der Beweis:



Wir verließen mit der gesammelten Truppe dann das Theater, ich tratschte noch mit Rudi Olbrich, der mir freundlicherweise noch ein Autogramm gab und konnte endlich nach Hause in mein Bettchen fahren.


Was für ein gelungener Tag!

Sonntag, 27. Januar 2008

Als ich ein kleiner Junge war

Nach langer Wartezeit endlich der versprochene Bericht!


Ich hatte ja bereits von meinem Glückspielglück berichtet, nun war es also endlich so weit. Ich ging ins Theater! Jawohl, etwas Kultur in gesunder Dosierung muß schließlich sein, schließlich heißt es ja hier „Spaß und Wurst“. Es kann folglich nicht immer nur um Wurst gehen!


Trotz langer, stupider und ganztätig-kopfschmerziger Arbeit, fuhr ich mit Anne und Rudi zum Admiralspalast. Damit mein kleiner, leerer Löwenmagen nicht während der Aufführung stören würde, mußte ich zuerst einmal im Bahnhof Friedrichstraße, wo es nebenbei bemerkt keine offensichtlich erkennbaren Uhren gibt, abgefüttert werden. Zuerst mit Fish & Chips und dann mit einer sehr fettigen Leberkäsesemmel.


Fazit: Satt aber nicht empfehlenswert!


Vor dem Essen hatten wir uns schon unsere Freikarten abgeholt, (da ein sehr unhöflicher Angestellter sie uns nicht länger zurücklegen wollte – oder so was…) also konnten wir uns nach dem Essen beruhigt anstellen. Oben im Studio angekommen wurde das Anstellen dann fortgesetzt, wo wir mit einer netten Dame aus Schwaben ins Gespräch kamen, die auch schon die Bekanntschaft mit „Den Dränglern“ gemacht hatte. Bei „Den Dränglern“ handelte es sich um ein unsympathisches Ehepaar, die freundlicherweise in die obligatorische Rolle der „ich-bin-hier-die–wichtigste-Person-auf-dieser-Veranstaltung-und-überhaupt-habe-ich-weder-die-Zeit-noch-habe-ich-es-nötig-mich-anzustellen-Menschen“ geschlüpft, ohne die jedem schönen Abend das häßliche Kontrastprogramm fehlen würde.


Doch hinfort, hinfort mit jeglichen unschönen Gedanken. Ich wollte mir doch nicht meinen Abend, auf den ich mich so lange gefreut hatte, verderben lassen.
Also suchte ich schon mal meinen Platz und harrte.



Das Bühnenbild bestand aus nur wenigen Elementen: Einer sehr langen Bank, Stuhl, Hocker, Kleiderständer und, wenn man will, noch aus einem Harmonium.
In dieses schlichte Ambiente traten nun endlich die Mitwirkenden ein: Walter Sittler und Libor Sima, Gesa Jenne, Uwe Zaiser, Veit Hübner, Lars Jönsson und Obi Jenne.


Zur Musik von Libor Sima, Variationen über ein Thema, das sich etwa so anhört, wie jene schrulligen Autos mit viereckigen Rädern, wie sie in naiv gezeichneten Animationsfilmen vorkommen, (Das klingt jetzt vielleicht abschätzig, ist es aber ganz und gar nicht. Wer dabei war, wird wissen was ich meine.) legte Walter Sittler los. Und sofort war ich gebannt! Man hatte von der ersten Minute an das Gefühl, daß Erich Kästner selbst zu einem spricht! Dem Darsteller und den Musikern gelang es, eine heitere und doch bisweilen ernste Stimmung herbeizuzaubern. Das Publikum war wunderbar entspannt und trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen- konzentriert, und man konnte anhand der Reaktionen einzelner Zuschauer genau ablesen, wer z.B. auch Lehrer war. Man könnte sagen, daß die Zuschauer auch Teil der Aufführung waren, obwohl niemand mitmachen mußte. (Eine sonst grausige Vorstellung ;) )


Besonders gelungen fand ich dann auch die charmante Überleitung zur Pause. Solche Überleitungen sind eine hohe Kunst, die leider die Wenigsten beherrschen.


In der Pause fand ich dann die Zeit, mir das Publikum genauer anzusehen. Es war eine ganz irre Mischung aus Teenie-TV-Serien-Fans und arrivierten Herrschaften (übrigens ein Wort, was auch in dem Stück vorkam - Sie sehen also, mein lieber Herr Sittler, ich habe aufgepaßt!)


Besonders bemerkenswert fand ich eine Dame, die die Schwester von Rudi Carrell hätte sein können! Außerdem fiel mir, als begeistertem Beobachter meiner Mitmenschen auf, daß die Violinistin offenbar den Schlagzeuger sehr bewunderte. Hihi


Nach der Pause ging es dann gleichermaßen erfreulich weiter wie schon in der ersten Hälfte des Programms. Es gab weder Längen noch irgendwelche Schwächen! Dementsprechend gab es auch begeisterten Applaus, der nicht enden wollte.



Doch irgendwann tat er es doch und wir begaben uns in den Vorraum, um auf eine günstige Gelegenheit zu warten, ein Foto mit dem Star zu machen. Er ließ dann auch gar nicht lange auf sich warten und vor allem war er sich nicht zu fein, ein Bild mit mir zu machen.



Was für ein sympathischer Mensch!


Wie professionell er versteht, mit der Kamera umzugehen, sieht man auch daran, wie er mir dabei half, korrekt zu posieren!


Fazit: Gelungener hätte dieser Abend gar nicht sein können!
Und an Herrn Sittler geht ein riesiger Extra-Dank, dafür, daß er den Spaß mitgemacht hat!