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Samstag, 28. Juni 2008

Another day, another Roller.

Heute war ich mal wieder bei Roller, weil es gerade auf dem Weg lag, und auch, weil kurz zuvor eine Verkettung suboptimaler Zufälle aus meinem Toilettendeckel einen Designertoilettendeckel gemacht hatte.



Da Roller quasi auf dem Weg von Eriks Sommerfest zu Ikea liegt, hatte ich also die perfekte Route geplant: Boris zuhause abliefern, Roller, Möbel Kraft, Ikea.


Bei Roller gab es genau ein Modell. Leider konnte man der Verpackung nicht entnehmen, aus welchem Material dieser bestand. Also fragte ich die Verkäuferin.

Antwort: „Steht da nüscht druff?“.


Nein, stand es nicht, sonst hätte ich es ja selbst lesen können und auf die nun folgende, genaue Analyse der Verpackung durch die Verkäuferin verzichten können.
Ergebnis: 0
Danach klopfte sie mit den Knöcheln gegen das Ausstellungsstück und folgerte: „Das wird so’n überzogener Preßspan sein, ick denke Holz is det nich.“.


Eins muß man ihr aber zugute halten, sie war sehr freundlich und hat sich wirklich sehr bemüht. Das kennt man von Roller auch anders.


Danach ging es weiter zu Möbel Kraft, die so ziemlich jeden Kram führen, den man sich vorstellen kann: Von Aalräuchereien bis Zylinderstifte gibt es dort fast alles. Fast. Toilettendeckel nämlich gibt es dort ausgerechnet nicht!


Also ab zu Ikea, wo ich dann fündig wurde, die Auspreisung von „Maren“ aber irreführend war. 15,99 standen groß drüber, direkt am Produkt stand jedoch 15,-.
Kosten sollte der Deckel an der Kasse dann 15,99. Gut, es sind nur 99 Cent, aber, was, wenn man mal etwas aussucht, was dann viel mehr kostet und es einem nicht auffällt. Selber schuld, könnte man jetzt denken, aber wer so denkt, hat die Rechnung ohne den Elmi gemacht.


Ich ließ nicht locker, bis IKEA (die Unhöflichkeit des Mitarbeiters ließ mich voller Sehnsucht an die seligen Roller-Zeiten von vorhin zurückdenken) mir die 99 Cent wieder zurück überwies.


Bei IKEA kenne ich nämlich kein Pardon mehr. Ein Laden der mich ungefragt duzt und das auch noch in Minuskeln, hat keine Gnade verdient!

Freitag, 27. Juni 2008

Elmis EM-Tagebuch – Achtzehnter Tag

Heute hieß es genau zuschauen, wer der Gegner im Finale sein wird.
Nachdem ich anfänglich bereits auf Spanien getippt hatte, wandelte sich meine Überzeugung in einen gewissen Zweifel, da die Russen im Laufe des Turniers ja so ziemlich jeden, besonders die sehr starken Holländer, abgezogen hatten.
Ich war also hin und hergerissen.


Und das Spiel entpuppte sich auch zuerst als – höflich ausgedrückt – ausgewogen, will heißen zäh und langweilig, wenn auch mit deutlicheren Tendenzen für Spanien.


In der zweiten Hälfte dann fiel in der 50 Minute das erste Tor und zwei weitere sollten noch folgen.


Die spanischen Tore waren allerdings auch schon die Highlights dieses Spiels, und, so toll sie auch gewesen sein mögen, sie wiegen den langweiligen Rest nur schwerlich auf.


Daß hier eigentlich zwei starke Mannschaften aufgespielt haben, hat man auch kaum bemerkt, wenn auch die Brillanz der Spanier in einigen wenigen hellen Momenten durchschien.


Ein bißchen Schade war es auch, daß es Guus Hiddink wieder nicht vergönnt war einen Titel zu erringen.


Jetzt können wir nur noch hoffen, daß wir gegen die Spanier wieder so gut spielen, wie gegen die Portugiesen!

Donnerstag, 26. Juni 2008

Elmis EM - Tagebuch Siebzehnter Tag

Oh nein, und ausgerechnet an so einem Tag ging’s mir gar nicht gut - also schnell noch eine Runde aufs Plüschohr gelegt, bevor es los ging.


Und dann nahm das Elend auch schon seinen Lauf. Die deutsche Elf fand überhaupt nicht ins Spiel und es wurde immer bedrohlicher. In der dreizehnten Minute dann…oh Gott…das war knapp, nur Latte. Doch bald darauf in der 22. Minute dann…puh…zum Glück wieder nur Latteohnein: Tor!


Mist!


Zum Glück währte die Anspannung nur vier Minuten, denn Schweinsteiger verwandelte eine sehr gute Vorlage von Podolski.
So schleppte sich das Spiel dann dahin bis…*$(#eiß ZDF! Was ist das denn jetzt! Na Toll! Bild- und Tonausfall! Ganz groß, ganz großes Kino!


Zum Glück kam dann der Ton „relativ“ schnell wieder und wir konnten uns auf Béla Réthys Fähigkeiten als Kommentator verlassen. Irgendwann erwachte das Bild dann wieder aus dem Tal der Verdammten, doch jetzt mit dem Logo des Schweizer Fernsehens und in Retro-Qualität.


Dann das: Irgend jemand, ich glaube Hitzlsperger, war am Ball und Béla Réthy jubelte: „…und Klose verwandelt!“ – oder irgend etwas in der Art. Ich vermag nicht mehr genau zu sagen, was es war, denn das ganze war so aufregend, daß ich mich nicht mehr an den genauen Wortlaut erinnere, aber meine Black-Box wird noch ein Transkript liefern.


Jetzt hatten wir also Bild und Ton, aber der Ton war dem Bild um Längen voraus.
Es wurde also immer besser.


Rekapitulieren wir also noch einmal: Es stand also 2:1 in der 78. Minute.


Jetzt hieß es keinen Unsinn machen und die Führung ausbauen.
Das gelang auch ganz gut, bis zur 88. Minute.
Was für ein Elend!
Na gut, dann wenigstens nicht noch vor Ablauf der 90 Minuten + Verlängerung einen reinkriegen!


Dann geschah das Unglaubliche: Lahm trifft in der 90. Minute!


Danke!


Was sonst noch geschah: Bereits beim ersten Tor der Türken: Feuerwerk.
Beim Ausgleich: Mehr Feuerwerk & Schreckschuß.
Das ganze steigerte sich dann im Laufe des Spiels bis es nahtlos in einen einzigen großen Rausch kulminierte.
Und ich? Ich war krank! Mist! Mist! Mist! Mist!


Dann muß ich halt nach dem Finale mitmachen.


Nachtrag: Angeblich war nicht das ZDF für die Übertragungsausfälle verantwortlich, sondern die UEFA.


Fazit: Men of the Match: Philipp Lahm und Béla Réthy.

Mittwoch, 25. Juni 2008

FINALEEEEEE

ohoho! Finale ohoho!

Dienstag, 24. Juni 2008

My Home is my Stadium!




...und hierfür ist auch gesorgt!



Anmeldung erbeten!



Montag, 23. Juni 2008

Elmis EM-Tagebuch – Sechzehnter Tag

Der geneigte Leser konnte es der gestrigen Eilmeldung ja bereits entnehmen: Italien ist raus!
Nichts gegen die Italiener, schließlich verdanken wir ihnen wunderbare Errungenschaften wie z.B. Pizza, Pasta und die Bücher von Umberto Eco, aber leider sind sie auch verantwortlich für Mussolini, die Mafia und die Beleidigungen von Materazzi. (Vom langweiligen Fußball mal ganz abgesehen!)


Und vielleicht lag es ja daran, daß Zizou im Stadion war und sich ein spezielles Spielzeug mitgenommen hatte, daß die Italiener doch noch verloren haben.


Viel über das Spiel zu sagen lohnt sich ja nicht, außer, daß es ein großes Glück ist, daß der Schiedsrichter ein Deutscher ist und deshalb zum Glück nicht gegen uns pfeifen kann!


Wer sich übrigens bei Zizou bedanken möchte kann das hier tun:


(Geht auf „Fans“ dann auf „Le Livre d’Or“ und dann auf „Ecrivez un message“)

Sonntag, 22. Juni 2008

Elmis EM-Depesche

Endlich hat Catenaccio fertig!!!


Endlich ist Schluß mit dem langweiligen, unansehnlichen Rumgekicke und der jammerlappigen Schauspielerei!


Egal, wie schlecht die Spanier heute gespielt haben mögen, endlich ist Schluß mit dem drögen Idiotenfußball der Italiener! Sie haben uns die längste Zeit gelangweilt!


Viva España!

Elmis EM-Tagebuch – Fünfzehnter Tag

Niedergang der Niederlande


Was sich wie eine düstere Prophezeiung des Nostradamus liest, ist überraschende Fußballwirklichkeit geworden: Holland ist raus!
Schade, bin ich doch im Laufe des Turniers wie so viele andere ein Fan des torreichen und quietschorangefarbenen Fußballs geworden.
Auch wenn ich in dieser Partei enttäuscht wurde, denn die einzigen, von denen etwas zu sehen war, waren die Russen. Leider – und eigentlich auch wie erwartet – ohne die Leistung in Tore umzusetzen. Zumindest blieb das bis zur 56. Minute so: Jetzt endlich schoß Pawljutschenko das 1:0.
„Prima!“, dachte ich so bei mir, „dann müssen sich die Holländer ja so langsam etwas einfallen lassen, was dem Spiel ja nur gut tun kann.“
Doch Kuchenpuste! Nichts geschah, die gleiche phantasielose Leier wie in den 56 Minuten davor. Das Spiel näherte sich so langsam seinem Ende und mit Unglauben sah ich die Niederländer schon ausscheiden, als in der 86. Minute dann ganz unerwartet das Wunder geschah: Ausgleich durch van Nistelrooy!
Somit waren sie erst einmal in die Verlängerung gerettet und das Elfmeterschießen wäre durchaus zu gewinnen gewesen, doch die beiden Gegentreffer in der 112. und 116. Minute durch Torbinskij und Arschawin schufen vollendete Tatsachen.


Hoffen wir nur, daß das Favoritensterben sich im Spiel Spanien gegen Italien nicht fortsetzt.


Ich drücke schon mal Spanien die Pfoten!


Fazit: Obwohl die Russen stark sind, sind sie im Finale glaube ich trotzdem der „leichtere“ Gegner als Holland, falls sie bis dahin weiterkommen. Wenn nicht, könnten sie immerhin die Italiener rauskicken!

Samstag, 21. Juni 2008

Elmis EM-Tagebuch – Vierzehnter Tag

Okay, mal ganz ehrlich Freunde und, um das gesamte Spiel schon mal vorweg zu nehmen:
LANGWEILIG!!! LAAAAAAAAANGWEILIG!!!


Und zwar so langweilig, daß Günter Netzer so angeekelt war, wie ich ihn nur selten erlebt habe.


Wer wirklich mehr über Details erfahren will, findet sie hier.


Mein Tipp lautete 2:1 für Kroatien oder Elfmeterschießen.


Letzteres wurde es dann auch.


Nachdem die Kroaten schon während der regulären Spielzeit schon so einiges in den Sand gesetzt hatten, war die Hoffnung in der 119. Minute bei mir dann nicht mehr als eine ferne Erinnerung an längst vergangene Zeiten…doch dann traute ich meinen Augen kaum:


Exkurs:
Kennt Ihr diese Schüsse, die so aussehen, als wären sie im Tor gelandet, sind sie aber nicht, weil sie hinter dem Tor von der Bande abgeprallt sind und sich dann im Netz verheddern?


Genau so ein Gefühl hatte ich zuerst, aber Pustekuchen (hm…Kuchen!) es war tatsächlich der Führungstreffer in der letzten Minute. Hmnaja, fast, denn die letzte Minute war ja eigentlich die 120. und genau die nutzen die Türken zum Ausgleich.
Unglaublich, da langweilt man sich 119 Minuten lang und dann das! Und wer hat’s nicht gesehen? Ronnie! Pfft!


Das Elfmeterschießen haben die Kroaten dann ja auch noch bravourös vergeigt.
Ich meine, wie kann das sein? Dabei trifft der Feldspieler statistisch gesehen zu 75-80%!


Ohne Worte!


Fazit: Wer nicht gleich nach Anstoß mit dem Toreschießen anfängt, muß halt gehen.

Elmis EM-Tagebuch – Dreizehnter Tag - Nachtrag

So, endlich kann ich darüber schreiben.


Puh!


Beim Spiel gegen Portugal war die Anspannung natürlich besonders hoch.
Wir gegen den Topfavoriten (der übrigens ansonsten auch zu meinen Lieblingsteams gehört) – wie würden wir spielen? Spitzenmäßig wie bei der WM um Platz 3 oder abk***en wie gegen Kroatien?


Das Spiel ging auch gleich gut los. Kein zaghaftes Abtasten sondern gleich mit Vollgas auf die Überholspur. Und das ist auch genau richtig so, denn, wem nutzt es („qui bono“ hihi), wenn man es zwar 90 Minuten lang schafft, den Gegner am Toreschießen zu hindern, es aber gleichzeitig selbst zu tun versäumt.
Doch Jogis Löwen hielten sich ran: zuerst das 1:0 in der 22. Minute, dann gleich noch eins drauf in der 26. – damit war erst mal ein sicherer Vorsprung geschaffen.
Dann passierte es aber doch: In der 40. Minute gelang den Portugiesen der Anschlußtreffer.


Puh, endlich Halbzeit. Die ist aber auch verdammt nötig, wenn man so mitfiebern muß!


In der zweiten Halbzeit brach die (An-)Spannung nicht ab…bis zum 3:1 in der 60. Minute durch Ballack, der in diesem Spiel wirklich mal sehenswert war!


In der 87. Minute mußte es dann wohl noch einmal passieren: Die Portugiesen konnten wieder auf 1 Tor verkürzen – 3:2!


Was für ein Nervenkitzel in den letzten Minuten. Jetzt entschied sich, was für unsichere Kantonisten die Schiedsrichter waren. Würde es noch zum Elfmeter kommen, sei es wegen einer Schwalbe oder wegen einer Fehlentscheidung?


Mein Puls schlug wie verrückt und meine Plüschpfoten krallten sich in mein Kuschelkissen!


Dann…was war das?


AUS, AUS, AUS, DAS SPIEL IST AUS!!!


Nach diesem Riesenerfolg blieben nur zwei logische Schlußfolgerungen:
1. FIIIINAAALE OHO
2. Autokorso!!!


Spätestens heute war der Geist vom Sommermärchen wieder zu spüren. Überall tanzende, singende Leute und mittendrin ünsere äh unsere türkischen Deutschen, die die Hupkonzerte tatkräftig unterstützten.


So ging es dann schnell ab zu Wolfgang und Helga, um sie auf eine kleine Spritztour mitzunehmen.


Als sich die Anspannung vom Spiel dann so langsam beruhigt hatte ging es nach Hause, wo wir bei unserem Nachbarn, Herrn Prof. Dr. Christian Metzger (Name von der Redaktion geändert) im autohupentypischen Rhythmus Sturm klingelten.


Keine Antwort. Plötzlich schallte ein gellendes „Bäuerchen“ quer durch den Hof. Nanu, die Stimme kam mir doch bekannt vor